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Ein Rückblick auf die ehemalige elektrische Kleinbahn

Hettstedt-Helfta

Quelle: Schmalspurbahnarchiv - transpress


Vor nunmehr 100 Jahren, am 27.06.1898 wurde eine Gesellschaft zum Bau und zum Betrieb einer elektrischen Kleinbahn der Spurweite 1000 mm im Mansfelder Bergrevier gegründet.

Die im September 1898 erteilt Genehmigung zur Errichtung der Anlagen und zum Betrieb der Bahn wurde auf 87 Jahre begrenzt.

Verwaltung - Zum Vergrößern bitte auf das Vorschaubild klicken!

Streckenführung - Zum Vergrößern bitte auf das Vorschaubild klicken! Gebaut wurden in den folgenden zwei Jahren die beiden Streckenabschnitte:
  1. die Überlandstrecke (28,7 km)
    Hettstedt - Großörner - Leimbach - Mansfeld - Klostermansfeld - Helbra - Ziegelrode - Ahlsdorf - Creisfeld - Wimmelburg - Eisleben - Helfta

    und

  2. die Stadtlinie (3,1 km)
    Eisleben Bahnhof - Eisleben Plan - Eisleben Friedhof .

Bereits 1901 wurden bei 748.434 gefahrenen Wagenkilometern 6.416.700 Personen befördert. Die Verwaltung des Bahnbetriebswerkes und der größte Teil des Personals befanden sich genau wie das Kraftwerk in Klostermansfeld.

Das Kraftwerk mit den Kessel- und dem Maschinengebäude versorgte nicht nur die Kleinbahn, auch viele Anlieger mit Gleichstrom. Daher wurde das Kraftwerk noch 1900 erweitert und versorgte 1914 insgesamt 45 Ortschaften.

Bei der Bahn kamen ursprünglich zum Einsatz

Wegen des starken Schichtverkehrs zum Walzwerk Hettstedt kamen hinzu Für den Güterverkehr wurden verwendet In der Regel fuhren die Züge nur mit dem Triebwagen, die Beiwagen kamen erst bei Bedarf zum Einsatz.

Streckenführung in Hettstedt - Zum Vergrößern bitte auf das Vorschaubild klicken! Die Kleinbahn selbst erwirtschaftete nicht die erwarteten Gewinne.

Bereits 1920 übernahm der Provinzialverband Sachsen-Anhalt die Bahn von der "Allgemeinen Deutschen Kleinbahn-AG" und übertrug die Betriebsführung auf die "Elektrizitätswerke Sachsen-Anhalt AG (ESAG)".

Die ESAG trennt das Unternehmen in den defizitären Bahnbetrieb und den gewinnbringenden Kraftwerksbetrieb. Damit waren die kaufmännischen Voraussetzungen für die Stillegung der Kleinbahn geschaffen.

Am 02.12.1929 stellte man den Bahnbetrieb (vorläufig) ein. Um Diebstählen vorzubeugen, wurde sofort der Fahrdraht  abgenommen (ca. 9 t Kupfer).

Eine Wiederbelebung der Überlandstrecke wurde 1929 noch beabsichtigt. Dabei waren u.a. die Reduzierung der Ausweichstellen von 8 auf 3 und eine zum Teil veränderten Trassenführung geplant.

Zur "Überbrückung" führte die Elektrizitätsgesellschaft vorerst den Betrieb mit Omnibussen auf der Strecke Eisleben - Hettstedt ein.

Diese Bus-Linie ging am 01.09.1932 auf die Reichspost über, damit waren die Pläne zur Fortführung des Bahnbetriebes auf der Strecke Hettstedt - Helfta endgültig gescheitert.

Hettstedt Markt - Zum Vergrößern bitte auf das Vorschaubild klicken!


Das ist vorläufig alles zur Kleinbahn Hettstedt-Helfta.

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Mansfelder Bergwerksbahn  Hier noch ein Tip: 

 Wer heutzutage mit einer Kleinbahn von Hettstedt nach Klostermansfeld fahren will, der nutzt dazu die 

 Mansfelder Bergwerksbahn. 

Mansfelder Bergwerksbahn